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Welpen … 

Gastbeitrag “ Welpen Aufzucht “

von Susanne P. Fachkraft in der Veterinärmedizin und 5 Sterne Autorin

  • selbstverständlich handelt sich der geschilderte Fall* um ein fiktives Beispiel, was sich jedoch immer und überall ( aus Unwissenheit nicht weitergebildeter ZüchterInnen ) so zutragen könnte.
  • Falls jemand so etwas erlebt hat und uns Welpen Fotos solcher Cavaliere zur Verfügung stellen möchte… gerne via onkel jonas @ residenzgarten . com Leerzeichen = Spamschutz

Die tiergerechte Aufzucht von Hundewelpen

Beginnen wir mal damit,

Wie eine Welpenaufzucht nicht aussehen sollte

Der folgende Fall* kann seriöse Züchter und Tierliebhaber gleichermaßen besorgen: Eine Cavalier King Charles Spaniel Hündin ist trächtig. Bereits am 56. Tag der Trächtigkeit werden zwei Rüden und zwei Hündinnen geboren – es handelt sich damit um Frühgeburten.

  • Der durchschnittliche Tag der Geburt liegt bei 63 Tagen.
  • Am 55. oder 56. Tag sind gerade die Lungen ausgebildet und der Fötus im Mutterleib ist lebensfähig.

Eine Geburt zu diesem Zeitpunkt ist damit eindeutig als Frühgeburt zu bezeichnen und für die kleinen Hunde ein großer Stressfaktor.

Im geschilderten Fall war anhand veröffentlichter Fotos zu erkennen, dass die Neugeborenen kränklich waren: Ihre Haut war im Genitalbereich schlaff, faltig und von blau-roter Farbe, was deutlich zeigt, dass die Durchblutung und das Kreislaufsystem noch nicht einwandfrei funktionierten.

Wer diesen Fall weiter verfolgte, konnte nach neun Tagen weitere Fotos dieser Hunde auf Facebook sehen. Ein Detail fiel dabei sehr stark auf: Die Kleinen wiesen allesamt Höcker auf der Nase auf. Der Kommentar einer VDH-Züchterin zu diesen Fotos konnte erneut stutzig machen. Diese lobte tatsächlich die beschriebenen Deformationen auf der Nase der Hunde und setzte hinzu, dass dies ein Zeichen für ein kräftiges Saugen der Frühgeborenen sei.

Dies scheint kein Einzelfall in dieser Zucht zu sein. Im weiteren Zeitverlauf tauchten neue Fotos auf, die neugeborene Hunde mit erbsenförmigen Geschwulsten auf der Nase und höckerartigen Mopsnäschen zeigten. Gesunde, vitale Hundewelpen sollten frei von ungewöhnlichen Deformationen sein und eine gerade, unauffällige Nase besitzen. Jegliche Veränderungen im Körperbau der Kleinen müssen unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden. Solche Deformationen als normal oder gar als Zeichen besonderer Vitalität zu deuten, kann gefährlich sein, da mögliche ernsthafte Erkrankungen dabei ignoriert werden.

Wie sollte die Welpenaufzucht idealerweise aussehen?

Besonders wichtig: Hygiene und Wärme

Selbstverständlich sollten neugeborene Hunde besonders hygienisch behandelt werden, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Vor allem in den ersten Lebenswochen sind Hunde anfällig für Viren, Bakterien und Pilze. In der Regel entfernt der Mutterhund die ersten Ausscheidungen der Kleinen selbst. Der Mensch sollte jedoch stets überprüfen, ob die Umgebung der Hunde tatsächlich sauber ist und notfalls nachhelfen. Ein täglicher Lakenwechsel sorgt für ein saubereres Umfeld.

Darüber hinaus benötigen Hundewelpen in der ersten Zeit eine gewisse Nestwärme. Viele Züchter greifen dafür auf Rotlichtlampen zurück. Es steht jedoch fest, dass die Kleinen durch Rotlicht zu sehr austrocknen. Außerdem gibt die Rotlichtlampe ein so breitflächiges Licht ab, dass die Hundewelpen sich nicht anstrengen müssen, um einen warmen Platz zu ergattern. Gerade dies ist jedoch nötig, um eine gewisse Frustrationstoleranz zu trainieren. Eine gute Alternative zur Rotlichtlampe stellen Wärmeplatten wie der Snuggle Safe dar.

Anmerkung: Seriöse Züchter sind transparent und haben nichts zu verbergen. Wer sich für die kleinen Cavalier King Charles Spaniel Welpen von uns  interessiert, kann deren Aufzucht bei uns gleich ab der Geburt der Cavaliere mit der Wifi App WelpenCam virtuell mitverfolgen.

Die Hundewelpen brauchen ihre Mutter

Bis zur vierten Woche sollte sich die Hundemutter ständig in der Nähe der Kleinen aufhalten.

Gerade in der Anfangszeit werden die Kleinen bis zu 40 mal in 15 Stunden gesäugt.

Aus einem natürlichen Reflex heraus suchen die Hundewelpen stets die Zitzen der Mutter auf, wenn sie Hunger verspüren.

  • Es ist nicht möglich, dass sie an Unterzuckerung sterben, wenn sie stets Kontakt zum Muttertier aufnehmen können.

Wenn dieser traurige Fall eintritt, ist dies nicht dem Verhalten der Hunde zuzuschreiben, sondern einem unverantwortlichen Verhalten des Züchters.

  • Ein absolutes No-Go ist es daher, die Hundewelpen räumlich von der Mutter zu trennen, beispielsweise indem man diese auf einer anderen Etage im Haus unterbringt. Ebenfalls sollten keine zwei unterschiedlichen Würfe in einem Zimmer gehalten werden. Dies würde unnötig zu Stress für die Kleinen und das Muttertier führen.

Ein Sonderfall hinsichtlich der Ernährung stellen die frühgeborenen Hunde dar. Ihre Glykogenspeicher sind nicht so groß wie die Normalgeborener. Gewöhnlich reicht die Energieaufnahme im Körper der Hundemutter für acht bis zehn Stunden aus. Es handelt sich dabei um körpereigene Energie aus dem Muttertier. Bei Frühgeborenen reicht die so aufgenommene Energie jedoch nicht so lange aus. Sie müssen öfter saugen und eventuell zusätzlich gefüttert werden.

Tierärztliche Betreuung ist unerlässlich

Insbesondere frühgeborene Hunde müssen engmaschig vom Tierarzt untersucht werden. Jede Veränderung oder auch geringe Gewichtsabnahmen können schnell zu ernsthaften Erkrankungen oder gar dem Tod der Kleinen führen. Wiegen, Temperaturmessung und augenscheinliche Allgemeinuntersuchungen sind absolut notwendig um gefährliche Veränderungen und Frühwarnzeichen rechtzeitig zu erkennen.

Und nicht zuletzt ist der Zustand des Mutterhundes vom Tierarzt zu betreuen. Ihr Energiebedarf ist während der Laktationsphase stark erhöht, abhängig von der Anzahl der Welpen. Der Energiebedarf erhöht sich zusätzlich im Verlauf der Säugungszeit, da die Welpen immer größere Mengen an Milch aufnehmen, während sie an Gewicht zunehmen. Nimmt die Hündin in dieser Phase nicht ausreichend energiereiches Futter zu sich, hat dies weitreichende Folgen.

Zunächst verliert sie selbst an Gewicht und wird schwächer. Hält der Zustand der Unterversorgung an Energie an, verkleinern sich die Organe und die Immunabwehr wird herabgesenkt. Die Hündin gibt nun nicht mehr ausreichend Milch und in der Folge werden auch die Hundewelpen nicht mehr ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt. B

esonders Frühgeborene, die ohnehin einen erhöhten Bedarf an Energie und Nährstoffen besitzen, sind hier schnell gesundheitsgefährdet. Wird jetzt nichts unternommen, entsteht ein gefährlicher Zustand, der sogar tödlich enden kann.

Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, dass der Tierarzt des Vertrauens regelmäßig einen Check-up der Hündin und ihrer Welpen durchführt.

Leider kommt es gelegentlich vor, dass eine Hündin eine Totgeburt hat. In diesem Fall empfiehlt es sich, diese dem Tierarzt zur angemessenen Entsorgung zu übergeben.

Entwurmung und Impfung der Neugeborenen

Hundewelpen können sich bereits im Mutterleib mit Würmern infizieren. Auch eine Infektion über die Muttermilch während des Saugakts ist möglich. Daher wird allgemein empfohlen, die Kleinen bereits zwei Wochen nach der Geburt zum ersten Mal zu entwurmen. Die Entwurmung sollte dann alle zwei Wochen erneut durchgeführt werden.

Die letzte Entwurmung erfolgt zwei Wochen nach dem letzten Saugen. Die Impfungen erfolgen etwas später. In der achten Woche sind die Impfungen gegen Parvovirose, Leptospirose und Hepatitis empfohlen, in der 12. Woche die erste Tollwutimpfung. Eine Wiederholung der sogenannten Grundimmunisierung erfolgt bei der Parvoriose- und der Hepatitis-Impfung nach acht weiteren Wochen.

Da die erste Impfung des Hundes eine starke Leistung des Immunsystems bedingt, ist eine Schonung angebracht. Es kann sein, dass die jungen Hunde jetzt sehr müde sind und einen erhöhten Schlafbedarf haben.

  • Das gilt übrigens auch nach Operationen, die leider in manchen Fällen bereits kurz nach der Geburt nötig sind. Ein Beispiel dafür ist der Nabelbruch. Nach einem solchen Eingriff in der ersten Lebenszeit braucht der Hundewelpe eine Schonzeit, um sich zu regenerieren.

Umzug in ein neues Zuhause

Häufig wird darüber diskutiert, wann Hundewelpen vom Züchter in ihr neues Zuhause ziehen sollten. Züchter, die finanzielle Beweggründe in diese Entscheidung einfließen lassen, werden sich eher für die Abgabe nach acht Wochen entscheiden.
Zu diesem Zeitpunkt endet gerade die Prägephase. Verantwortungsbewusste Züchter werden den Kleinen die ersten zehn Lebenswochen komplett bei ihrer Mutter gönnen. Hier beginnt die Sozialisierungsphase. Es ist sinnvoll, diese im Kreise des Muttertieres, der Geschwister und des Züchters zu beginnen.

Ob beim Züchter oder im neuen Zuhause: die nur wenige Wochen alten Hunde sollten nicht einfach in ein Rudel gesetzt werden.

Insbesondere in der Prägephase stellt dies eine große Überforderung dar.

In der Sozialisierungsphase kann der Hundewelpe dann langsam in ein bestehendes Rudel eingegliedert werden.

Auch dann ist es wichtig, dass mehrere tägliche Ruhephasen eingehalten werden, in denen er stressfrei schlafen und fressen kann.

Es sollte jedoch darauf verzichtet werden, den Hund zum Schlafen über Nacht in einen Käfig oder eine Box zu sperren.

  • Hunde brauchen Freiraum, um sich zu entfalten.
  • Hunde schlafen nicht die ganze Nacht durch und haben einen Bewegungsdrang, den sie stillen möchten.

Welpen Cavalier King Charles Spaniel Hobbyzüchter Homepage präsentiert tierisch tolle Fotos und lustige Videos von Cavaliere & Co

Angenommen ein/e Cavalier King Charles Spaniel Züchterin mit §11 hätte 10 Zuchthunde und ein paar „Rentner“ Cavaliere

– was glauben Sie, wie diese vielen Hunde JEDE NACHT verbringen müssen?

Traumatisiert statt sozialisiert

was will ein eingesperrter Hund anderes tun, als sich irgendwann seinem grausigen Schicksal zu ergeben und ruhig hinzulegen?

Früher wurden Menschen im Rahmen der Folter immer wieder stundenlang in dunkle Kisten und enge Käfige gesperrt.

Schwerstens traumatisiert waren diese Menschen bei jeder „freien Minute“ wie Wachs in den Händen ihrer Peiniger die ihnen zu essen und zu trinken gaben…

Wenn es ein „Leben danach“ gab waren diese Menschen neurologische Wracks…

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